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Datenübertragung
Winter 2015/16 ist einer der wärmsten seit über 100 Jahren
02.03.2016 - Beitrag von Claudia Salbert & O. Behn
Gestern war der meteorologische Frühlingsanfang - Zeit, um den Winter 2015/16 mal Revue passieren zu lassen. In vielen Regionen war gar nicht richtig Winter, das spiegelt sich auch in der Statistik wieder.
Alle drei Wintermonate waren deutschlandweit zu "warm", allen voran der Dezember. Dieser ging als der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn mit einer Abweichung von +5,6 Grad in die Statistik ein. Der Januar zeigte sich zumindest im Nordosten länger winterlich, dort fiel der Monat mit einer Mitteltemperatur von -0,8 Grad auch leicht zu kalt aus. Im Süden und Westen hingegen gab es es kaum kalte Phasen, in Nordrhein-Westfalen wurde sogar am 25. Januar mit frühlingshaften Temperaturen bis 18 Grad ein neuer Januarrekord aufgestellt. Der Februar zeigte sich häufig nass, windig und ebenfalls zu mild. Auch dieser Monat schlägt mit fast 3 Grad über dem Mittel in die Statistik ein. In Erinnerung wird wohl auch der windige Rosenmontag bleiben, aufgrund von Sturmwarnungen wurden viele Karnevalsumzüge abgesagt.
WinterTmit (Abweichung)
Winter 2006/074,4 Grad (+4,1)
Winter 1974/753,6 Grad (+3,5)
Winter 1989/903,6 Grad (+3,5)
Winter 2015/163,4 Grad (+3,2)

Im Deutschlandmittel war dieser Winter ein eher sonnenscheinreicher: So gab es knapp ein Siebtel mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel (154 Stunden). Vor allem im Süden Bayerns half der Föhn dabei, öfter einen sonnigen und eher frühlingshaften Eindruck zu vermitteln, teilweise kamen dort 280 Stunden Sonne zusammen, in Ostholstein an der Ostsee dagegen teils nur an die 100 Stunden.

Dabei startete der Winter eher trocken im Dezember. Dieses Niederschlagsdefizit von nur gut der Hälfte des Langzeitdurchschnitts an Niederschlag holte er aber in den Monaten Januar und Februar auf, sodass sich zum Schluss geringfügig mehr Niederschlag aufsummierte als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Im Februar gab es sogar ungefähr die Hälfte mehr an Regen bzw. Schnee. Die größten Abweichungen vom Normalwert nach oben traten dabei rund um den Bodensee, im Rhein-Main-Gebiet und in Schleswig auf.

Die extrem milde Witterung im November und Dezember bringt Flora und Fauna ganz durcheinander, nachdem Ende Oktober der Winter schon einmal einen Streifschuss unternommen hatte, ging auch die Pflanzenwelt größtenteils in die Ruhephase über. Doch aufgrund der hohen Tagestemperaturen und auch der frostfreien Nächte war die Natur wieder im Frühlingsmodus. Bereits im Dezember begann der Pollenflug, vor allem Haselpollen waren mit leichter Konzentration in der Luft.
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